Ich will dir sagen, worüber wir mit uns sprechen. Wir sprechen über unsere Welt. Tatsächlich halten wir unsere Welt mit unserem inneren Gespräch aufrecht.

Carlos Castaneda

Zitate Don Juan

Die Zitate von Don Juan sind teilweise mit den Buchnummern in Reihe der Erscheinungsweise der Castaneda-Bücher und Seitenzahlen versehen. Also zum Beispiel „Reise nach Ixtlan“ = Buch 3, Seite 62, also III 62 .

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Aufrechterhalten der Welt
Wir führen ständig ein inneres Gespräch. (…) Ich will dir sagen, worüber wir mit uns selbst sprechen. Wir sprechen über unsere Welt. Tatsächlich halten wir unsere Welt mit unserem inneren Gespräch aufrecht. Die Welt ist so und so, bloß weil wir uns sagen, dass sie so und so ist. Wann immer wir aufhören, mit uns zu sprechen, ist die Welt stets so, wie sie sein sollte. Wir erneuern sie, wir stecken sie mit Leben an, wir halten sie aufrecht mit unserem inneren Gespräch. Und nicht nur das, wir wählen auch unsere Wege, indem wir mit uns selbst sprechen. Aber wir wiederholen dieselbe Wahl immer wieder bis zu dem Tag, an dem wir sterben, weil wir immer und immer wieder, bis zu dem Tag, an dem wir sterben, dasselbe innere Gespräch führen. Ein Krieger ist sich dessen bewußt und bemüht sich, dieses Gespräch einzustellen.

Die eigene Wichtigkeit verlieren
Ich bin niemals irgend jemanden Böse. Kein Mensch kann etwas tun, das Wichtig genug wäre, mich dazu zu bringen. Du ärgerst dich über die Leute, wenn du fühlst, daß sie etwas wichtiges tun. Ich empfinde aber nicht mehr so. I

Wenn man sich wichtig nimmt wird man schwerfällig, unbeholfen und eingebildet. Ein Wissender muß leicht und beweglich sein. II 12

Wichtigkeit von Sieg und Niederlage
Für mich gibt es keinen Sieg und keine Niederlage und keine Leere. Alles ist voll bis zum Rand, und alles ist gleich, und mein Kampf lohnt sich für mich. Um ein Wissender zu werden, muß man ein Krieger sein, kein wimmerndes Kind. Man muß kämpfen, ohne aufzugeben, ohne zu klagen und ohne zurückzuweichen, bis man Sieht, nur um zu erkennen, daß nichts wichtig ist. II 78

Der Wille
Was ein Zauberer Wille nennt, ist eine Macht in uns. Es ist weder ein Gedanke noch ein Gegenstand noch ein Wunsch. Der Wille ist das, was dich unverletzlich macht. Der Wille ist das, was bewirkt, daß du gewinnen kannst, wenn dein Denken dir sagt, daß du besiegt wirst. Der Wille ist das, was einen Zauberer durch eine Wand, durch den Raum und , wenn er will, auf den Mond führt. II 126

Das was du Willen nennst, ist Charakter und starke Veranlagung. Was ein Zaubere Wille nennt, ist eine Kraft die von Innen kommt und sich an die Welt dort draußen heftet. Sie kommt aus dem Bauch, genau dort, wo die leuchtenden Fasern sind. III 126

Die Menschen machen es sich kaum jemals klar, daß wir alles aus unserem Leben machen können, wenn wir es wollen.

Der Weg zum Wissen
Ein Mann macht sich auf zum Wissen, wie er sich zum Krieg aufmacht, hellwach, voller Furcht und Achtung und absoluter Zuversicht. Wer sich auf andere Weise zum Wissen aufmacht, begeht einen Fehler und wer immer ihn macht, wird seine Schritte ewig bereuen.I 44

Wissen
Wenn du sagst, du würdest mein Wissen verstehen, dann hast du nichts Neues zuwege gebracht. II 220

Ein Wissender
Ein Wissender ist ist ein Mann der ehrlich die Mühen des Lebens auf sich genommen hat. Ein Mann, der ohne Überstürzung oder Zögern die Geheimnisse von Macht und Wissen gelöst hat, so weit er es konnte. I 69

Wissen erlangen
Es ist unser Los als Menschen, zu lernen, und man geht zum Wissen so wie man in den Krieg geht. Zum Wissen, wie in den Krieg, geht man mit Furcht, mit Achtung, wissend, daß man in den Krieg zieht und mit absoluten Selbstvertrauen. II 77

Die Torheit der Welt
Sobald ein Mann Sehen lernt, stellt er fest, daß er allein auf der Welt und nur von Torheit umgeben ist. II 71

Torheit eines Zauberers
Es ist möglich zu beharren, stur zu beharren, auch wenn wir wissen, daß es sinnlos ist, was wir tun. Allerdings müssen wir dabei im voraus wissen, daß unser Tun sinnlos ist, und dennoch so handeln, als wüßten wir es nicht.

Zeit
Wir haben keine Zeit und doch sind wir von Ewigkeit umgeben. IV 254