Beide Systeme, das Pirschen und das Träumen, lassen den Krieger Energie und Wissen aufspeichern und die Verbindung zur Ursprungsmacht, dem Nagual herstellen.
Grob umrissen kann von zwei verschiedenen Menschentypen gesprochen werden, die eher introvertierten Träumer und die eher extrovertierten Pirscher.
Im Gegensatz zum Pirschen, welches für das Lernen, die Wachbewußtheit, die alltäglichen Begebenheiten, Personen und Dinge nutz, werden beim Träumen die Traumbewußtheit und nichtalltäglich Begegnungen und Kräfte verwandt.
Träumer haben aufgrund ihrer einzigartigen energetischer Struktur einen Vorteil, durch die es ihnen leichter fällt, einen luziden Traumzustand zu erreichen und eine Verbindung zu anderen Welten herzustellen.
Das Träumen ist zusammen mit dem Sehen und auch dem Fühlen als Teil des zweiten Ringes der Kraft (siehe Ganzheit des Selbst) direkt über die Funktion des Willens mit der Absicht und damit mit dem Unbekannten, dem Nagual verbunden. Es ist aber die einzige der drei Funktionen, die nicht im Wachbewußtsein aktiv genutzt wird, sondern im Schlaf. Die Träumer haben wie erwähnt, aufgrund ihrer psychischen Disposition, eher die Fähigkeiten den unbewußten Teil, des Selbst zu nutzen. Es werden in diesem Bereich, unbekannte, unfassbare, bislang unentdeckte Welten wahrgenommen und dort auch bewußt gehandelt. Dies geschieht durch eine Verschiebung des Punktes der Wahrnehmung, des Montagepunktes, der ja Teil unseres Energiekörpers ist. Wiederum sind aber Techniken des Pirschens notwendig, die im Traum angewandt benutzt werden, diesen neuen Platz der Wahrnehmung wieder stabil zu fixieren, um Kontinuität zu schaffen und weiter handlungsfähig zu bleiben.
Die 7 Traumportale
Es werden in Carlos Castanedas Büchern sieben Traumpforten erwähnt, die ein Träumer überwinden muss, um volle Bewusstheit in der anderen Realität zu erlangen. Dabei sind von ihm selbst nur die ersten vier Portale detailliert beschrieben worden.
1. Das erste Tor: Das arrangieren des Träumens
Den Einschlafmoment bewusst wahrnehmen und die Aufmerksamkeit im Traum fixieren.
Eine klassische Übung ist es, im Traum die eigenen Hände zu betrachten.
Man lernt im Schlaf den bewußten Traum von einem normalen Traum zu unterscheiden.
2. Das zweite Tor: Das verändern der Traumumgebung
Aus einem Traum heraus in einen anderen Traum erwachen. Die Traumumgebung gezielt wechseln, ohne die Traumbewußtheit zu verlieren. Dabei ist es hilfreich immer wieder zu einem bekannten Ort zurückzukehren um dann wiederum in voller Bewußtheit die Umgebung zu wechseln.
3. Das dritte Tor: Das Eintauchen in den Traumkörper
Sich selbst als physischer Körper im Bett schlafend sehen. Hier beginnt die Verschmelzung von Traum- und Alltagsrealität.
Von der sich wechselnden Traumumgebung immer wieder bewußt zum physischen Körper zurückkehren.
4. Das vierte Tor: Das erschaffen des Doppelgängers
Mit dem Energiekörper an konkrete Orte in dieser oder in fremde Welten reisen.
Sich des Energiekörpers (Doppelgängers) bewußt sein und konkrete Handlungen beabsichtigen und ausführen
5. Das fünfte Tor: Das beabsichtigen der Traumwelt
Den Traumdoppelgänger (den Energiekörper) in der alltäglichen Welt agieren lassen.
6. Das sechste Tor: Das festigen des Energiekörpers
Den physischen Körper an einen anderen Ort transportieren.
7. Das siebte Tor: Das Auflösen der Ichstruktur
Die Welt vollständig transzendieren und mit der Gesamtheit des eigenen Seins in andere Dimensionen übertreten.
Stand 15.05.26 Wird fortgeführt!
ne, ne, da kommt noch was ………