Die Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen, heißt bereit sein, für sie zu sterben.

Carlos Castaneda III

Erklärungen der toltekischen Begriffe

Die menschliche Form
Die menschliche Form ist unsere energetische Struktur wie sie den Kriegern erscheint, wenn er Sehen kann. Die normale menschliche Form ist ein eiförmiges mehr oder minder langegezogenes Gebilde, was gräulich bis gelblichweis erscheint.
Fortgeschrittene Krieger verlieren im Laufe ihrer Bemühungen ihre menschliche Form und werden formlos.

Formlose Krieger
Formlose Krieger stehen nicht mehr in Abhängigkeit zum Geschehen in ihrem Umfeld. Sie sind scheinbar nach außen hin, genauso Opfer oder Gewinner, wie jeder andere aber es berührt sie nicht mehr.

Fühlen
Fühlen ist immer unbestimmt, aber irgendwie bekannt. Es ist mithin die einzige Funktion des zweiten Kraftringes(dem Nagual) mit der auch der Durchschnittsmensch durchaus vertraut ist. Das Fühlen ist mittelbar an all unseren Aktionen beteiligt. In der Darstellung der beiden Kraftringe der Ganzheit des Selbst ist das Fühlen sozusagen die intermediäre Funktion zwischen den beiden Arten der Aufmerksamkeit; es ist nämlich sowohl mit dem Willen als auch mit dem Punkt Sprechen des ersten Kraftringes verbunden. Wir können daher auch direkt über unsere Gefühle sprechen, bei minimaler Beteiligung der Vernunft.

G

Gaffen
Das Gaffen beschreibt eine Technik der Träumer. Dabei werden Dinge und Situationen in der Alltagswelt auf eine andere Art und Weise betrachtet. Zum Beispiel wird sich beim Anschauen des Blätterwerkes eines Baumes nicht auf die Blätter, sondern die Räume zwischen den Blättern konzentriert.

Die Ganzheit des Selbst mit den einzelnen Funktionen : V-erstand, Sp-rechen, F-ühlen, Tr-äumen, S-ehen, T-onal, N-agual und W-ille

Ganzheit des Selbst
Laut toltekischer Weltanschauung besitzt jeder Mensch zwei Ringe der Kraft, die seine Existenz und alles was er wahrnimmt, formt. Der erste Ring(rechte Seite, das Bekannte, erste Aufmerksamkeit, das Tonal) umfasst als zentralen Punkt den Verstand und das Sprechen, der zweite Ring(linke Seite, das Unerkennbare, Unbekannte, zweite Aufmerksamkeit, das Nagual) besitzt als Zentrum den Willen und noch fünf andere Punkte ( Fühlen, Sehen, Träumen, Tonal und Nagual ).
Wenn wir auf diese Welt kommen, sind wir noch reines Nagual, doch werden mit der Geburt auch alle Funktionen beider Ringe aktiviert. Im Laufe des Lebens ordnet der Verstand(der erste Ring der Kraft, das Tonal) immer mehr unsere Welt, vom Unbekannten hin zum Bekannten. Bei den meisten Menschen bestimmt irgendwann dass Tonal unser komplettes Dasein und der zweite Ring der Kraft, das Nagual gerät immer mehr in den Hintergrund.
Für den Krieger ist es die Herausforderung seines Lebens, wieder Zugang zum zweiten Ring der Kraft zu erhalten und beide Kraftringe zu nutzen.
Die Ganzheit des Selbst (Aktivierung beider Ringe) zu entwickeln, ist eines der entscheidendsten Bestrebungen aller ernsthaft Praktizierenden des toltekischen Wissens.

Der Geist
Der Geist ist die Macht im Universum die unsere Schicksal und damit unser Leben bestimmt. Der Krieger versucht alles ihm Mögliche, um die Verbindung zum Geist herzustellen. Der Geist ist für den Krieger über die Funktion des Willens (zweiter Kraftring), den Verbindungskanal der Absicht zum Nagual zu erreichen. Um diese Verbindung herzustellen, nutzt er seine makellose Handlungsweise, das Erkennen von Zeichen (Omen) und die Techniken des Pirschens und Träumens. Diese als Anrufung der Absicht bezeichnete Methode bewirkt Geschehnisse im Umfeld des Kriegers, die als die vier abstrakten Kerne der Absicht bezeichnet werden.
Der Geist sendet vier Zeichen, die erkannt und genutzt werden können.
1. Anklopfen des Geistes
2. Offenbaren des Geistes
3. Klärung des Geistes (Läuterung des Bindeglieds / sich selbst anpirschen)
4. Herabsteigen des Geistes

K

Der Kriegertrupp (Die Protagonisten)

Der Nagual Sebastian
Sebastian ist ein früherer Nagual, der in der Linie des Don Juan Matus existierte, die Castaneda beschreibt.
Er repräsentiert die lange Geschichte und die verborgenen Ursprünge der toltekischen Tradition, die Castaneda von seinem Lehrer Don Juan Matus erlernte.
Sebastian ist ein Beispiel dafür, dass Don Juan Matus selbst nur ein Glied in einer langen Kette von “Naguals” war, die das Wissen bewahrten und weitergaben, was die Mystik und die tiefen Wurzeln der beschriebenen Praxis unterstreicht.

Nagual Santisteban

Nagual Lujan

Nagual Rosendo

Der Nagual Elias Ulloa
Der Lehrer von Julian Osorio.

Der Nagual Julian Osorio
Der Nagual vor Don Juan (Don Juans Lehrer), der für seine exzentrische Art und seine Heilung von Tuberkulose durch Magie bekannt war.

La Catalina (Linie des Nagual Julian)
spielt eine wichtige Rolle in der spirituellen Entwicklung Castanedas, indem sie ihm neue Perspektiven auf die Wahrnehmung und das Nicht-Tun eröffnet.

Der Zug des:

Don Juan Matus(Nagual)
Der Yaqui-Indianer, Castanedas Hauptlehrer, der ihn in die Welt des “Wissens” (Nagual) einführt.
Don Juan selbst sah sich als der 27. Nagual in dieser spezifischen Linie.

Genaro Flores (Mann der Tat) nr.3
Ein Mietglied des Kriegertrupps von Don Juan, bekannt für seine anarchische und humorvolle Art. Ein enger Freund von Don Juan und ein Meister des „Pirschens“, der für seine humorvolle Art und seine körperliche Agilität bekannt ist.

Don Vicente Medrano (Mann des Wissens) nr. 1
Ein Seher in Don Juans Gruppe.

Silvio Manuel (Organisator) nr.2
Eine wichtige Figur in Castanedas späteren Büchern, ein mysteriöser und mächtiger “Krieger der Dunkelheit”, der die “zweite Aufmerksamkeit” beherrscht weil er sich dauerhaft in dieser befindet und die eigentliche treibende Kraft hinter den Lehren ist, der Castaneda herausfordert und seine Grenzen testet.

Emilito nr.4
Wahrscheinlich ein Seher aus dem Zug des Don Juan VI273
In den Castaneda Bücher ist er ein Lehrling von Julian Osorio, der Teil der Gruppe von Sehern um Don Juan Matus ist. Er wird in mehreren Büchern erwähnt, insbesondere in den späteren Werken, die sich mit den Lehren der “linken Seite” befassen.
Der Späher: In einigen Kontexten wird Emilito als “Kurier” bezeichnet, was eine spezifische Rolle oder Fähigkeit innerhalb der schamanistischen Praktiken andeutet.
Lehren für die linke Seite: Er ist anwesend, als Castaneda die tiefgreifenderen Lehren für die “linke Seite” (die zweite Aufmerksamkeit) erfährt, die ein hohes Maß an Disziplin erforderten.
Berater von Taisha Abelar: Emilito wird auch in den Schriften anderer Autoren aus Castanedas Umfeld erwähnt. In Taisha Abelars Buch Die Kunst des Pirschens (Stalking With the Double) schlägt er der Autorin vor, ihr akademisches Studium wieder aufzunehmen, um ihr Wesen ins Gleichgewicht zu bringen, nachdem ihr Energiekörper eine neue Wahrnehmungsebene erreicht hatte.
Charakterentwicklung: Während Castanedas frühe Bücher sich hauptsächlich auf seine Interaktionen mit Don Juan konzentrieren, rücken in späteren Büchern wie Der zweite Ring der Kraft und Das Feuer von Innen auch andere Charaktere wie Emilito und die weiblichen Seherinnen in den Vordergrund.

Juan Tuma nr.9
Wahrscheinlich ein Seher aus dem Zug von Don Juan (VI273) und im selben Buch als Kurier später bezeichnet.
In den Büchern von Carlos Castaneda ist Juan Tuma eine Figur, die als einer der Zauberer (Brujos) aus der Gruppe von Don Juan Matus beschrieben wird. Hier sind die wichtigsten Details zu seiner Rolle:
Mitglied der Gruppe: Er gehört zur Gruppe von “Sehern” oder Zauberern, die Don Juan Matus und Don Genaro Flores umgeben.
Spirituelle Funktion: In der hierarchischen und energetischen Struktur der Zauberer-Gruppe wird er oft als einer der “Genossen” oder Begleiter dargestellt, die Castaneda während seiner Ausbildung in verschiedenen Bewusstseinszuständen begegnen.
Charakterisierung: Juan Tuma wird häufig als eine ernsthafte und eher zurückhaltende Figur beschrieben, die wie die anderen Mitglieder der Gruppe über spezifische magische Fähigkeiten verfügt und Castaneda dabei hilft, die starren Grenzen seiner alltäglichen Wahrnehmung zu durchbrechen.
Er taucht insbesondere in den späteren Bänden auf, in denen Castaneda tiefer in die Struktur des Zuges des Naguals eingeführt wird.

Olinda Nagual Frau

Cecilia südliche Frau Träumerin nr.7

Delia südliche Frau nr. 3

Hermelinda östliche Frauen Träumerin nr.8

Carmela östliche Frauen nr. 4

Nelida nördliche Träumerin nr.5
Eine herrschaftlich anmutende Frau, Gefährtin von Genaro Flores der nach außen hin ihren Diener spielt, kapriziös und elegant

Florinda nördliche Träumerin (Pirscherin VI275) nr.1
soll aber Castaneda in die Kunst des Pirschens einführen(VI 216)großartige Pirscherin (IV 218)

Zuleica Träumerin linker Planet Westlich VI254 nr. 6
Verrückt

Zoila Pirscherin Westlich nr. 2
Verrückt

Marta Südliche Frau Pirscherin Kurier nr.11
ungebildet entschlossen, passt auf Zoila, Zuleica und Silvio Manuel auf

Teresa Südliche Frau Kurier nr.10
wahrscheinlich die Schwester von Marta

Der Mieter (The Tenant / El Inquilino)
Ein uralter Zauberer aus einer früheren Epoche, der durch magische Energieübertragungen über Jahrhunderte überlebt hat.

Elegio
Ein Schüler Don Juans, der aufgrund seiner starken Energiekonstellation eigenständig den Sprung ins Nagual vollzog.

Dona Soledad (Südträumerin) Pirscherin
Die vermeintliche Mutter von Pablito und zeitweilig auch eine Schülerin von Don Juan. Sie versucht erfolglos, Castaneda die Energie für ihren eigenen Flug zu rauben.

Carlos Castaneda(Dreizacknagual)
Der Erzähler und Protagonist, ein Ethnologie Student der anthropologische Studien für seine Dissertation an der UCLA ausführte und dann im Zuge dieser Studie als Lehrling in die Welt des Wissens von Don Juan Matus eingeführt wird.
Der Verfasser, vielleicht auch der Erfinder der Lehren des Don Juan. In der Rolle des neuen Naguals einer Schülergruppe von Don Juan und Genaro Flores.

Die Genaros

Pablito
Lehrlinge, die gemeinsam mit Carlos bei Don Juan und Don Genaro lernten. Angeblich der Sohn von Donna Soledad

Nestor
Lehrlinge, die gemeinsam mit Carlos bei Don Juan und Don Genaro lernten.

Beningo
Lehrlinge, die gemeinsam mit Carlos bei Don Juan und Don Genaro lernten.

Die Schwesterchen (Las Hermanitas)
Lehrlinge, die gemeinsam mit Carlos bei Don Juan und Don Genaro lernten und Castaneda herausforderten.

Lidia

Rosa Nördliche Träumerin VI 238

Josefina

Maria Elena (La Gorda) Nördliche Träumerin VI 238
Eine ursprünglich als Südlich gesehene Pirscherin die eine wichtige Schülerin Don Juans war und die zusammen mit Castaneda nach Don Juans Weggang versuchte,sich an die Zweite Aufmerksamkeit seiner Lehren zu erinnern.

Die Hexen
Nachdem es Carlos Castaneda, aufgrund seiner energetischen Struktur, nicht gelingt einen neuen Nagualzug zu festigen, löst sich die alte Konstellation des ursprünglich von Don Juan veranschlagten Nagualzug auf. Es treten drei neue Gefährtinnen in Erscheinung, um Carlos zu unterstützen und das Wissen in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Carol Tiggs
Sie wird oft als die „Nagual-Frau“ bezeichnet und spielte eine Schlüsselrolle in Castanedas späteren Werken und Seminaren.

Florinda Donner (später Florinda Donner-Grau)
Eine der Hauptfiguren in späteren Büchern, eine erfahrene “Zauberin”.

Taisha AbelarEbenfalls eine “Zauberin” und enge Gefährtin auf dem Weg.

M

Makellosigkeit
Makellos zu handeln bedeutet für den Krieger, Wissen und Energie für anstehenden Aufgaben zu sammeln und anzuwenden, ohne sie für Leidenschaften und Torheiten zu verschwenden. Immer sein Bestes zu geben, entsprechend des eigenen Energie- und Wissenstandes. Sich immer zu bemühen, zu lernen, zu erkennen und die volle Verantwortung für alle Konsequenzen des eigenen Handelns zu übernehmen. Niemals aufzugeben, bei Erfolgen, als auch bei Rückschlägen. Das ist die makellose Handlungsweise eines Kriegers.

N

Das Nagual
Das Nagual ist dort wo die Kraft schwebt. Zum Zeitpunkt der Geburt sind wir nur Nagual. Das Nagual ist der Bereich für den es keine Worte, Namen und Beschreibungen gibt. Es ist am leichtesten als Kraft vorstellbar, da es an sich reine Wirkung ist. Die Wirkung des Nagual können wir umschreiben, wenn auch nicht erklären oder verstehen. Das Nagual ist das Unaussprechliche. In ihm schwimmen all die möglichen Gefühle und Wesenheiten und Ich’s (persönliche Tonals) wie Kähne im Wasser dahin, friedlich, unabänderlich, ewig. Es enthält ein unvorstellbares Wissen über alles und jedes. Das Nagual ist das Unbewußte, das nur direkt wahrgenommen werden kann. Das direkte Bindeglied zum unermeßlichen Nagual ist die Absicht, die mit den toltekischen Techniken aktiviert werden können.

Der Nagual
Der Nagual, ist aufgrund seiner energetischen Struktur (die Seher sprechen von einer wirbelnden und einer kreisenden Seite im viergeteilten Energiekörper) in der Lage, einen Nagualzug zu leiten. Die Leitung eines Nagualzuges besteht immer aus einem Doppelwesen, nämlich der Nagualfrau und dem Nagualmann.

Nagualzug
Im kosmologischen Ordnungssystem der Tolteken wird sowohl das Errichten von Siedlungen und von Bauwerken, aber auch von menschlichen Wachstumsgemeinschaften, den als Nagualzug benannten Kriegertrupp beschrieben.
Dieser Nagualzug besteht danach idealerweise aus mindestens 17 Personen, wobei die geistige Führung ein aus einer weiblichen und einer männlichen Person bestehendes Doppelwesen Nagualmann- und Frau übernimmt.

O

Omen (Zeichen der Schicksalsmacht)
Krieger versuchen ihr Schicksal zu kontrollieren und im Sinne der sogenannten Absicht zu handeln. Alles was dem Krieger widerfährt, leitet ihn auf dem Weg des Wissens und dem Unterfangen, Kraft zu jagen. Deshalb ist es wichtig die Wege der Absicht zu erkennen und ein Omen richtig zu deuten und entsprechend zu handeln.

Nicht jede Begebenheit auf die ein Krieger trifft, muß ein Omen bedeuten.
Gerade in der heutigen Zeit, verlangen die Menschen nach Aufklärung und Bestimmung ihres Lebensweges. In diesem Zusammenhang gibt es viele Fehlinterpretationen, insbesondere wenn Menschen meinen, sie müßten außer das Hören von Weissagung nichts dazu tun, um Änderung ihrer jeweiligen Situation zu bewirken.

Bei den Tolteken haben Omen eine tragende Bedeutung in der Beurteilung von Begegnungen, seien es nun Begegnungen mit Dingen, Pflanzen, Tieren, Menschen oder Kräften. Auch Krieger irren sich, weil sie entweder zu wenig Wissen oder zu wenig persönliche Kraft besitzen, um die Zeichen zu erkennen. Mit fortschreitendem Lernen, werden solche Fehltritte aber immer seltener, da der Krieger aufgrund seines direkten Arbeitens an der Verbindung zur Schicksalsmacht immer mehr über diese Macht weiß und nutzen kann. Nicht nur das er Schritte sieht, die anderen noch verborgen sind, sondern er steuert irgendwann bewußt sein Schicksal und damit auch die Dinge die ihm wiederfahren.

P

Pirscher
Der Pirscher nutzt seine Umwelt, alle Schwierigkeiten und Probleme, um für sich zu wachsen und Energie und Wissen zu sammeln. Das Pirschfeld was er auch des Öfteren als Schlachtfeld oder Kampfplatz bezeichnet ist die normale Alterswelt, hier sucht er die Auseinandersetzung und stellt sich diese im entsprechendem Kriegergeist. Als Mittel dazu dienen ihm mehrere Werkzeuge, die er nach und nach aufgrund seines persönlichen Wachstums auf dem Weg des Pirschers(Kriegers) nutzt oder erwirbt.

  • Überwindung des Eigendünkels
  • Rekapitulation
  • Sehen
  • Nicht-Tun

Pirschgrund

Als Pirschgrund oder auch Pirschfeld wird das gesamte Umfeld des Kriegers bezeichnet, es schließt alles und jeden ein und verhilft ihm sich immer wieder Selbst zu überwinden und zu prüfen.

Das Pirschfeld, seine Person und sein Wissen repräsentiert sein persönliches Tonal.

Prinzipien des Pirschens

Ein Krieger geht strategisch vor.

  • Der Krieger wählt sein Schlachtfeld selbst
  • Der Krieger läßt alles Unnötige beiseite
  • Der Krieger schlägt immer seine letzte Schlacht auf Erden
  • Der Krieger ist entspannt und losgelöst
  • Er wendet eine Niederlage durch einen kontrollierten Rückzug ab
  • Er verdichtet die Zeit, indem er jede Sekunde nutzt
  • Ein Krieger ist Demütig und voller Achtung für alles was ihn umgibt und widerfährt

R

Die Rekapitulation des Lebens
Das Ziel der Tolteken ist sich zu vervollständigen und mit der Ganzheit ihres Selbst in ihrer vollen Bewußtheit zu der Kraft zurückzukehren aus der sie ursprünglich stammen. Dafür müssen sie alle Erlebnisse ihres Lebens noch einmal in voller Aufmerksamkeit und Härte durchleben, um so eine Kopie ihres Bewusstseins anzufertigen, daß sie dann der schöpfenden Macht zur Verfügung stellen. Anders gesagt, werden die durch das Leben geschaffenen und noch vorhandenen Ecken und Kanten durch die Rekapitulation vollends beschliffen, um glatt durch den Tunnel des Lichts gehen zu können, ohne an irgendeiner Stelle festzuhaken und vielleicht in einer neuen vielleicht nicht so erfreulichen Existenz, neu Geburt nehmen zu müssen.

S

Sehen
Sehen bezeichnet eine besondere Wahrnehmungsfunktion, die nichts mit dem normalen Schauen unserer Augen zu tun hat. Es ist ein inneres, intuitives erfassen des Wesens aller Dinge und Situationen dieser Welt als energetische Struktur. Es gibt verschiedene Pirsch- und Traumtechniken die das Sehen trainieren. Zum Beispiel die Techniken des Nicht-Tuns, das Anrufen der Absicht und das Anhalten des inneren Dialogs.

Stimmungen des Pirschens

Ein Krieger hat vier Attribute

  • Rücksichtslosigkeit ist nicht gleich Härte
  • List bedeutet nicht gleich Grausamkeit und Heimtücke
  • Geduld ist nicht gleich Nachlässigkeit oder Faulheit
  • Sanftheit ist nicht gleich Albernheit und Schwäche

T

Tonal
Das Tonal ist alles was wir kennen, und dies schließt nicht nur uns als Person ein, sondern alles in unserer Welt. Das Tonal ist alles, was wir beschreiben können, alles was wir erfahren haben, es ist das Bekannte, Offenbarte. Das Tonal ist der Organisator der Welt. Es hat die Aufgabe, das Chaos der Welt zu ordnen. Alles was wir Menschen wissen oder tun ist das Werk des Tonal. In dem Moment wo wir den ersten Atemzug tun, atmen wir auch Kraft für das Tonal ein. Das Tonal beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.

W

Wille
Der Wille ist die zentrale steuernde Funktion des zweiten Kraftringes, der uns direkt (wie mit einer Art Tentakel aus Energie) mit der Welt verbindet. Alle Funktionen des zweiten Kraftringes sind direkt über den Willen, (Tonal und Nagual sogar ausschließlich über den Willen) zu erfahren. Er ist die eigentliche transzendente Funktion, über die wir zu einer tatsächlichen Erkenntnis der Welt kommen können. Er ist es auch, der das Unmögliche möglich macht. “Was ein Zauberer Wille nennt ist eine Macht in uns. Es ist weder ein Gedanke, noch ein Wunsch. Der Wille ist das, was bewirkt, daß du gewinnen kannst wenn dein Denken dir sagt, daß du besiegt bist.” sagt Don Juan (Wohltäter von Carlos Castaneda)