Sich etwas zu versagen ist bei weitem die schlimmste Form des Sichgehenlassens, es zwingt uns zu glauben, wir täten große Dinge, während wir in Wirklichkeit nur auf uns selbst fixiert sind.

Carlos Castaneda

Energielos

Heute habe ich auf der Straße ein 11 oder 12 jähriges Mädchen gesehen, die sich unheimlich abschleppte und einen wirklich so schleppenden, strauchelnden Gang hatte, daß man glaubte sie breche gleich zusammen.
Allerdings hatte sie eine ca. 10 cm dicke und 1,5 Meter lange Papprolle geschultert.
Dieses Mädchen hatte wenig Energie, das sah man sofort, es schleppte sich durchs Leben und wirkte gequält, und irgendwie geschunden. Ich sah, daß es Mißbraucht wurde. Es war unheimlich verletzlich geworden, bzw. die energetische Konstellation schien, sich dahingehend entwickelt zu haben, nur noch zu erleiden und zu erdulden.
Ich stellte mir dann eine Frage: Warum werden Menschen, die eine schwache Energie haben, leichter Opfer für Peiniger aller Art (ich war selbst schon oft Opfer und meistes dann, wenn ich energetisch geschwächt war)
Meine Antwort darauf ist folgende: Alle Wesen streben danach ihre Energie zu mehren, also sucht man sich jemanden, dessen Energie die eigene nicht übersteigt, da man ja sonst vielleicht mit Konsequenzen zu rechnen hätte. Der Nachteil dabei ist natürlich, das immer nur wenig Energie (Energiepfütze)erlant werden kann, aber man sich ohne große Anforderungen sich an diesem „Honigtopf“ laben kann, ohne zu interagieren bzw. zu kollearieren (was ja auch die eigene Energie verändern würde) Ich würde es als ein unbedarftes, unkompliziertes ausschlecken, aussaugen von “wirklichen Opfern“ bezeichnen. Leider wird nur Energie konsumiert, ohne gleichzeitig Wissen zu erwerben(das würde bei einem Austausch passieren) und damit sein Bewußtsein erweitern zu können. Im Enddefekt ist es ein elendes aufrechterhalten eines ärmlichen Levels, ohne die Möglichkeit zu haben, zu wachsen und nur dazu da, daß Gefühl zu haben, Macht (Energie) zu besitzen.
Nachtbin 11/2009