Der Absolutheitsanspruch vieler Religionen und Weltanschauungen
Dem Absolutheitsanspruch vieler Religionen und Weltanschauungen stehe ich sehr kritisch gegenüber.
Mit einem Freund, bei dem ich in Kroatien seit ca. 3 Wochen wohne, kam es wieder einmal, diesmal etwas intensiver als sonst, zu Gesprächen über unsere Anschauungen. Er ist seit über 30 Jahren Anhänger im Krishnabewußtsein und hält ganz bestimmte Prinzipen ein( kein Fleisch, keine unerlaubte Sexualität, keine Berauschung, kein Glücksspiel/Spekulation).
Auf meine Frage, warum er denn zum Beispiel konventionell hergestellte Milch konsumiere, obwohl die Tierhaltung und Produktionsumstände, nun mal mehr als fragwürdig sind (Kühe sind immerhin heilig in der Krishna Philosophie und die Vorstufe zur menschlichen Form), antwortet er, dass dies keine Rolle spielt. Alles was Krishna geopfert wird, verliert seine weltliche Bedeutung und wird spiritualisiert, karmische Abfolgen werden durchbrochen und die gequälten Wesen- in diesem Fall, die Kühe, werden befreit. Im Endeffekt kann er, bis auf die vier genannten regulieren Prinzipien (kein Fleisch, keine unerlaubte Sexualität, keine Berauschung, kein Glücksspiel/Spekulation), so handeln wie er will. Wenn er es im Namen seines Gottes tut, ist das in Ordnung. Außerdem ist er ebenso, wie viele mit denen ich mich unterhalte, die den „wahren Glauben“ haben, der festen Überzeugung, dass IHRE Religion, über der meinen steht. Diesen Absolutheitsanspruch und Dogmatismus, habe ich für mich überwunden.
_ Werter 28.08.26_