Absicht
Die Absicht ist die ultimative Schicksalsmacht, die bestimmt was uns im Leben widerfährt.
Die Absicht bezeichnet bei den Tolteken die direkte Funktion der Schicksalsmacht. Durch unsere Handlungen bedingen wir bestimmte Ereignisse die uns wiederfahren, auch wenn wir diese Zusammenhänge nicht immer erkennen können. Umso mehr ein Mensch lernt und Energie sammelt, um Wissen umzusetzen, umso weniger ist er der Schicksalsmacht ausgeliefert. Zwangsläufig treten mit fortschreitendem Wissen immer weniger Unzulänglichkeiten und Unvorhersehbarkeiten in dessen Leben. Ein Krieger lebt immer mehr im Einklang mit dieser Macht, er versteht und steuert sie durch seinen Willen. Die Tolteken sprechen in diesem Fall auch vom Anrufen der Absicht.
Bemeisterung der Absicht
Durch die Techniken des Pirschens und Träumens stärkt der Krieger, durch seinen Willen sein Bindeglied zur Schicksalsmacht der Absicht. Durch ein läutern dieses Bindeglieds wird der Krieger Herr über sein Schicksal und ist nicht mehr den Unwägbarkeiten des Unbekannten ausgeliefert. Diese Verbindung wird auch als unbeugsame Absicht bezeichnet.
Adler
Der Adler ist die Bezeichnung der Tolteken für die ultimative Macht, die die Bewußtheit aller existierenden Existenzen nach ihrer Auflösung aufnimmt und aufgrund der erworbenen Energien eine neue individuelle Existenz ermöglicht.
In ihr fließen alle Energien und alles Wissen der einzelnen Existenzen zusammen, wenn sie sich auflösen.
Mythologisch wird auch gesagt, der Adler frisst die Bewußtheit aller vergangenen Wesen und schenkt ihnen aufgrund ihrer Energie- und Wissenskonstellation eine neue Existenz. Der Begriff Adler ist kein zwingender, er entstand dadurch, daß die Seher diese Kraft als einen jetschwarzen Adler sahen, der bis in die Unendlichkeit aufragte.
Der Krieger versucht durch die Erreichung der Ganzheit des Selbst, die Auflösung im Agglomerat des Adlers zu verhindern und mit voller Bewußtheit alle Emanationen des Adlers erfahrbar und zugänglich zu machen.
Alltägliche Wirklichkeit
Die alltägliche Wirklichkeit ist die normale Alltagswelt der Menschen, von den Tolteken auch als das Tonal, erste Aufmerksamkeit, bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht die nichtalltägliche Wirklichkeit, die magische Welt, das Nagual.
Anhalten der Welt / Anhalten des inneren Dialogs
Unter dem Anhalten der Welt wird auch das Anhalten des inneren Dialogs verstanden. Es ist ein Bewußtseinszustand ähnlich wie er bei den verschiedenen Meditationstechniken genutzt wird. Im religiösen Kontext wird er mit einem Rückverbinden zur Ursprungsmacht, Gott, dem Allmächtigen verstanden. Bei den Tolteken wird vom Anhalten des ersten- und das rückverbinden mit dem zweiten Ring der Kraft gesprochen. Dadurch wird es dem Praktizierenden möglich, die Funktionen des zweiten Ringes der Kraft zu nutzen(Ganzheit des Selbst). Diese neuen Funktionen erlauben dem Praktizierenden, außerhalb der alltäglichen Wahrnehmung neue Erfahrungen zu sammeln und diese umfassend für sein eigenes Wachstum zu nutzen.
Die Techniken die er hierzu anwendet sind zum Beispiel die Gangart der Kraft, das richtige Gehen, Gaffen, das Starren, verschiedene Bewegungsübungen aber auch tagtägliche Handlungen die mit einem entsprechenden Bewußtsein ausgeführt werden.
Anorganische Wesen
Anorganische Wesen werden in einigen Büchern von Carlos Castaneda immer wieder erwähnt. Gerade in dem Buch „Die Kunst des Träumens“ wird über einen direkten Austausch und auch das Nutzen dieser Wesen insbesondere beim Träumen gesprochen. Außerdem können sich anorganische Wesen auch real in unserer normalen Welt als sogenannte Verbündete zeigen und auch in der Alltagswelt nutzbar gemacht werden.
Erste Aufmerksamkeit
Die erste Aufmerksamkeit, die alltägliche Welt beschreibt den ersten Ring der Kraft die auch als Tonal bezeichnet wird. Der erste Ring der Kraft hat in der Darstellung des Ganzheit des Selbst die beiden Funktionen des Verstandes und des Sprechens (siehe Ganzheit des Selbst).
Dieser Ring umfasst unsere normale Wahrnehmung und unser normales Tun in der Welt. Das Gegenteil vom Tonal ist das Nagual, die sogenannte zweite Aufmerksamkeit, der zweite Ring der Kraft.
Zweite Aufmerksamkeit
Die zweite Aufmerksamkeit, die nichtalltägliche Welt beschreibt den zweiten Ring der Kraft, die Funktionen der unbekannten Welt, die als das Nagual bezeichnet wird. Der zweite Ring der Kraft hat als zentrale Einheit zur Steuerung den Willen (beim ersten Ring der Kraft ist es der Verstand). Dazu kommen noch die Funktionen, Fühlen, Sehen und Träumen und er beinhaltet auch die Bestandteile des gesamten ersten Ringes der Kraft, das gesamte Tonal, als auch alle Aspekte des zweiten Ringes der Kraft dem Nagual (siehe Ganzheit des Selbst).
Der zweite Ring der Kraft ermöglicht es dem Krieger die Grenzen der Alltagswelt zu durchbrechen, andere Welten wahrzunehmen und darin aktiv handeln. Außerdem durch seinen Willen den Verbindungskanal zur Absicht herzustellen, um sein eigenes Schicksal zu lenken, aber hauptsächlich um das Nagual zu erfahren und die Grenze zur dritten Aufmerksamkeit zu überschreiten.
Dritte Aufmerksamkeit
Die Dritte Aufmerksamkeit ist ein Zustand den ein fortgeschrittener Krieger erreicht, eigentlich nachdem er die Welt in seiner Ganzheit bewußt verlassen hat. Durch bestimmte Techniken und fleißiges üben, hat er aber auch schon vor dem Tod die Möglichkeit bestimmte Grenzen zu überschreiten und kennenzulernen. Es erlaubt ihm, diesen endgültigen Übergang vor seiner eigentlichen Auflösung, seinen Tod zu trainieren, was dem Krieger aber Grenzen überschreiten läßt, die dann unumkehrbar sein können.
Bänder der Bewußtheit
Es gibt in unserem Energiekörper verschiedene funktionale Bereiche, die ein Praktizierender als Lichtfasern und Bänder wahrnimmt.
Die Bänder der Bewußtheit bezeichnen die Bänder in unserem Energiekörper die eine bewußte Existenz ermöglichen. Es gibt aber auch zum Beispiel Bereiche, die völlig unbewußt sind oder auch organische, als auch anorganische Bereiche. Viele dieser Bereiche sind momentan mit toltekischen Techniken schwer oder noch überhaupt nicht erreichbar.
Bemeisterung der Absicht
Durch die Techniken des Pirschens und Träumens stärkt der Krieger, durch seinen Willen sein Bindeglied zur Schicksalsmacht der Absicht. Durch ein läutern dieses Bindeglieds wird der Krieger Herr über sein Schicksal und ist nicht mehr den Unwägbarkeiten des Unbekannten ausgeliefert. Diese Verbindung wird auch als unbeugsame Absicht bezeichnet.
Carlos Castaneda
Carlos Castaneda war ein Student der Ethnologie der Universität von Kalifornien in Los Angeles.
Im Zuge seiner anthropologischen Studienarbeit beschreibt Castaneda, wie er Anfang 1960 aufgrund von Studien über Pflanzen und deren Verwendungsweisen bei den Einheimischen, auf seinen zukünftigen Lehrer Don Juan Matus trifft. Dieser lehrte ihn nicht nur den Umgang mit diversen Bewußtsein verändernden Pflanzen, sondern führte ihn nach und nach in die toltekischen Praktiken ein. Er berichtet in Form von Feldstudien seine Erlebnisse und Einsichten, die er im Laufe seiner Lehrzeit, bis ca. 1973 mit seinem Lehrer Don Juan, seinem Wohltäter Don Genaro und anderen Sehern erfuhr. Nachfolgende Bücher reichen aber noch über diese Zeit hinaus und rekapitulieren noch einmal die Zeit seiner Lehre.
Nach seinen Aussagen scheiterte der Versuch zur Führung eines Nagualzuges in die Freiheit, da er nicht die energetische Vierkammerstruktur eines Naguals aufwies. Er besaß wohl nur drei Kammern (Dreizacknagual), aufgrund dieses Umstands neue Gefährten in Form von drei Frauen gefunden wurden, die dann mit ihm zusammen die Tensegritybewegung und die Cleargreen- Organisation ins Leben riefen, um das jetzt leicht gewandelte Wissen in Form von bezahlten Kursen anzubieten.
Carlos Castaneda starb dann 1998 und seine Gefährtinnen verschwanden fast zeitgleich aus der Öffentlichkeit. Ob es ihm oder ihnen gelang am berüchtigtem Feuer von Innen zu verbrennen ist nicht bekannt.
Demut des Kriegers
Die Demut eines Kriegers ist nicht die Demut eines Durchschnittsmenschen. Ein Krieger beugt den Kopf vor niemanden, erwartet aber auch nicht, daß andere den Kopf vor ihm beugen. Er ist demütig gegenüber Menschen, Tieren, Pflanzen und Kräften, weil er nichts als geringer- oder höherstehender betrachtet und ihm bewußt ist, daß jede Seinsform eigene Möglichkeiten hat.
Anhalten des inneren Dialogs / Anhalten der Welt
Unter dem Anhalten der Welt wird auch das Anhalten des inneren Dialogs verstanden. Es ist ein Bewußtseinszustand ähnlich wie er bei den verschiedenen Meditationstechniken genutzt wird. Im religiösen Kontext wird er mit einem Rückverbinden zur Ursprungsmacht, Gott, dem Allmächtigen verstanden. Bei den Tolteken wird vom Anhalten des ersten- und das rückverbinden mit dem zweiten Ring der Kraft gesprochen. Dadurch wird es dem Praktizierenden möglich, die Funktionen des zweiten Ringes der Kraft zu nutzen(Ganzheit des Selbst). Diese neuen Funktionen erlauben dem Praktizierenden, außerhalb der alltäglichen Wahrnehmung neue Erfahrungen zu sammeln und diese umfassend für sein eigenes Wachstum zu nutzen.
Die Techniken die er hierzu anwendet, sind zum Beispiel die Gangart der Kraft, das richtige Gehen, Gaffen, das Starren, verschiedene Bewegungsübungen aber auch tagtägliche Handlungen die mit einem entsprechenden Bewußtsein ausgeführt werden.
Doppelgänger
Ein Doppelgänger ist der Energiekörper, der Traumkörper eines Träumers. Im Träumen wird sich der Träumer seines Traumkörpers bewußt und kann mit diesem in der Traumwelt agieren. Ein fortschrittlicher Träumer kann mit seinem Traumkörper in die Alltagswelt hinüberwechseln und ist dann begrenzt handlungsfähig.
Dritte Aufmerksamkeit
Die Dritte Aufmerksamkeit beschreibt das Sein des Kriegers nachdem er die Welt in seiner Ganzheit, seiner vollen Bewußtheit verlassen hat. Es gibt Möglichkeiten mit bestimmten Techniken diese Grenze zu überschreiben und sich nicht körperlich aufzulösen. Diese Erfahrungen und Zustände erlauben es dem Krieger den Übergang zu trainieren, sind aber nicht ohne Risiko für die körperliche Integrität.
Eigendünkel überwinden
Die eigene Wichtigkeit zu verlieren, (den Eigendünkel, die Selbstsucht) ist eine der grundlegenden Praktiken der Tolteken. Diese Aussage meint nicht, sich zwanghaft damit zu beschäftigen diese zu verlieren, sondern sieht es als lebenslange Aufgabe sich in dieser Hinsicht fortwährend selbst anzupirschen. Der Eigendünkel wird von den Tolteken als eine der größten Tyrannen gesehen und diesen zu bekämpfen ist für ein ganzheitliches Verstehen und daraus resultierendes Wachstum unabdingbar.
Ebenso wenig sollte erwartet werden, die eigene Wichtigkeit zu verlieren, um hernach ein besseres Leben zu haben. Es ist ein unmögliches Ding, die eigene Wichtigkeit zu verlieren und dann zurückblickend, ob seiner gewonnenen Schlachten gut zu fühlen oder Ruhe zu finden.
Zu erwarten, also von seinen Handlungen Lohn zu erhoffen oder sich zwanghaft mit dem verlieren des Eigendünkels zu beschäftigen, ist in also die vollkommen falsche Herangehensweise.
Energiekörper
Für den Krieger ist die Welt bei weiten nicht so fest, wie sie dem Durchschnittsmenschen erscheinen mag. Für den Krieger hängt jegliche Dasein also nicht nur an der äußeren Erscheinung, sondern für ihn steht hinter allem das spirituelle Sein, welche diese Zustände formt. Wenn er Sehen kann, erscheint ihm der materille Körper als Energiefeld, als leuchtendes Ei, welches einen Punkt besitzt, der intensiver „leuchtet“ als das Umfeld.
Dieser Punkt wird als der Punkt an dem unsere Welt zusammengesetzt, beziehungsweise montiert wird bezeichnet. Dieser sogenannte Montagepunkt der mehr oder weniger beweglich ist, bestimmt unser Weltbild und unsere Wahrnehmung. Der Krieger nutzt auch in diesen Fall, verschiedenste Techniken, um diesen Montagepunkt zu bewegen und sich dadurch andere Wahrnehmungen und mithin andere Welten zugänglich zu machen.
Erste Aufmerksamkeit
Die erste Aufmerksamkeit, die alltägliche Welt beschreibt den ersten Ring der Kraft der auch unsere normale Welt, das Tonal darstellt. Er besteht aus den beiden Funktionen, Verstand und Sprechen.
Sie umfasst unsere verstandesmäßige Wahrnehmung und unser normales Tun in dieser Welt. Das Gegenteil vom Tonal ist das Nagual, die sogenannte zweite Aufmerksamkeit.
Die Vier Feinde
Auf dem Weg des Lernens begegnet der Krieger vier Feinden, denen er sich stellen muß. Erst wenn er den Kampf aufgibt, ist der Krieger wirklich besiegt. Diese vier Feinde sind die Furcht, sie lähmt, läßt den Kriegers in seiner Angst vor dem Unbekannten verharren. Wissen läßt den Krieger denken, daß er schon alles kennt und es keine wirklich wichtigen Fragen mehr gibt. Macht läßt den Krieger in der Illusion leben, daß er die Welt kontrollieren kann.
Alter zehrt den Krieger aus und nimmt ihm die Dynamik und Lebenskraft.