1. Kurzdarstellung
Was ist Nagualismus?
2. Regel des Nagual
Beschreibt das mythologische Grund- und Glaubensgerüst. Das ordnende Fundament der Tolteken.
3. Der Kriegerkodex
Zeigt die Handlungsgrundlagen und Prinzipien der Tolteken.
4. Pirschen, Träumen, Absicht
Zeigt die Strategien und Möglichkeiten der Krieger
Warum leben und warum sterben wir? Was ist der Sinn? Wo ist der Anfang und wo ist das Ende?
Diese Fragen stellt sich vielleicht nicht Jeder, oder er beantwortet diese Frage mit den bislang erforschten Erkenntnissen der Wissenschaften, die immer neue Fragen und neues Wissen schafft. Oder er einigt sich auf eine bestimmte Weltsicht, eine feststehende Wahrheit und verfolgt diese Welt des Glaubens fortan.
Die meisten leben aber ein Leben aus Freud und Leid, ohne einen tieferen Grund für ihr Dasein rausfinden zu wollen. Die größte Herausforderung vieler ist möglichst erfolgreich, freudig und erlebnisorientiert ihr Dasein, lange und gesund bis zum unvermeidlichen Ende zu leben. Im Allgemeinen ver(sch)wenden sie ihre Energie für die kleinen Freuden des Alltags, hangeln sich von Glücksmoment zu Glücksmoment und sind froh vom Unglück verschont zu bleiben. Aber unser kleines Glück ist leider nur zeitweilig und wird spätestens mit dem Tod enden.
Das Wissen der Tolteken, der Nagualismus geht über die begrenzten Zustände unseres alltäglichen Daseins hinaus und stellt Wissen und Techniken zur Verfügung, um weitreichendere Ziele zu erreichen.
Anders als viele Heilsreligionen verspricht der Nagualismus keine Belohnung und droht auch keine Bestrafung beim Nichtbefolgen von bestimmten Glaubenssätzen an. Auch geht er nicht statisch vom Erreichen eines bestimmten Zustandes für das Individuum aus, sondern zeigt Wege, sich entsprechend der eigenen Möglichkeiten zu entwickeln.
Er lehrt unsere Existenz im ganzheitlichen Sinne zu verstehen und zu leben. Unsere Welt nicht auf kurzweilige Sinnbefriedigung aufzubauen, sondern die Wirklichkeiten und Zusammenhänge zu erfassen und nachhaltig für die eigene Entwicklung und auch für die Mitwelt zu nutzen.
Denn nur weil wir diese Zusammenhänge jetzt nicht verstehen, heißt das nicht, daß keine Gesetzmäßigkeiten existieren, die diese verursachen und wir sie nicht ergründen können. Alles ist Ursächlich und kann verstanden werden, doch fehlt uns oft das entsprechende Wissen oder die erforderliche Energie, dies zu tun.
Die Wurzel jeder Freude, jeden Leidens, jedes Daseins, jedweden Handelns zu begreifen, die erworbenen Energien und das gewonnene Wissen anzuwenden, bedeutet wirkliches Wachstum. Letztendlich ist das Ziel der Tolteken sich ständig zu ®evolutionieren, um die Ganzheit des Selbst zu erreichen und dann am Feuer von innen zu verbrennen(Alle Konstrukte der Großen Kraft sind sofort Erfahr-und nutzbar).
Es kann für bestimmte Menschen ein Vorteil sein, sich mit diesen Wissen zu beschäftigen und für das eigene Leben pragmatisch anzuwenden, um Freiheit zu erlangen.
Die Bigotten: Wir können alles, ohne es richtig Verstanden zu haben, als Unsinn abtun und uns nicht mehr damit beschäftigen und unserer vermeintlicher Wahrheit für alle Zeiten treu bleiben.
Die Frommen: Wir können alles vorbehaltlos Glauben ohne es wirklich zu Wissen und selbst erfahren zu haben.
Die Narren: Wir können uns zwanghaft mit einer Problematik oder einer vermeintlichen Wahrheit auseinander setzen, ohne jemals zu wirklichen Schlüssen zu kommen.
Doch es gibt noch eine vierte Möglichkeit, die richtige nämlich, die des Kriegers.
Der Krieger:
Er handelt so, als würde er Verstehen, ohne es als wirkliche Wahrheit zu akzeptieren.
Ein Krieger weiß, daß alle erlangten Wahrheiten nie bedeuten, das endgültige Ziel erreicht zu haben.
Jede Erkenntnis bildet die Basis für weitere Einsichten.