In einer Welt, wo der Tod der Jäger ist, da ist keine Zeit für Reue oder Zweifel. Da ist nur Zeit für Entscheidungen. Carlos Castaneda

 

Die acht Punkte der Ganzheit des Selbst (Kurzdarstellung)

 

 

Erster Ring der Kraft, die 1. Aufmerksamkeit

Vernunft

Die Vernunft ist das Zentrum des 1. Kraftringes, sozusagen die Warte von der aus

wir auf die Welt blicken. Sie verwaltet und ordnet die Regeln nach denen wir die

Welt begreifen und erkennen.

Sprechen

Das Sprechen oder jede andere Art von Kommunikation ist eine Art Satellit

welcher um die Vernunft kreist. Dies symbolisiert das Kreisen unseres inneren

Dialogs um die vernünftige Erklärung der Welt, welches ein Werk der Sprache ist.

Vernunft und Sprechen sind direkt miteinander verbunden, sie funktionieren nur

gemeinsam. Die Vernunft ordnet die Sprache- die Sprache ist einziges Ausdrucks-

mittel der Regel der Vernunft. Die Verbindung von Sprechen und Vernunft symbo-

lisiert mithin den Prozeß des Verstehens.

 

Zweiter Ring der Kraft, die 2. Aufmerksamkeit

Fühlen

Fühlen ist immer unbestimmt, aber irgendwie bekannt. Es ist mithin die einzige Funktion des zweiten Kraftringes mit der auch der Durchschnittsmensch durchaus vertraut ist. Das Fühlen ist mittelbar an all unseren Aktionen beteiligt. In der Darstellung der beiden Kraftringe ist das Fühlen sozusagen die intermediäre Funktion zwischen den beiden Arten der Aufmerksamkeit; es ist nämlich sowohl mit dem Willen als auch mit dem Punkt Sprechen des ersten Kraftringes verbunden. Wir können daher auch direkt über unsere Gefühle sprechen, bei minimaler Beteiligung der Vernunft.

Träumen

Die Traumfunktion das heißt, das luzide, wache Träumen ist eine weitere Wahrnehmungsmöglichkeit des 2. Kraftringes. Das normale nächtliche Träumen stellt in diesem Fall die Grundlage für das „bewußte“ Träumen dar. Durch das Träumen erschließen sich völlig neue Welten der menschlichen Möglichkeiten und Wahrnehmung.

Sehen

Das toltekische Sehen ist eine besondere Auffassungsfunktion. Es hat nichts mit dem gewöhnlichen Schauen der Augen zu tun, sondern bezeichnet einen besonderen Bewußtseinszustand, in dem man fähig ist, die Welt auf eine andere, neue Weise wahrzunehmen. Man kann lernen, beim Sehen viele Einzelheiten zum Beispiel am Energiekörper eines Menschen wahrzunehmen, und lernen was diese zu bedeuten haben. Sehen ist eine Art direktes bestimmtes Wissen, das nichts mit verstandesmäßigem Wissen zu tun hat, vielleicht vergleichbar mit Intuition.

Wille

Wille ist die zentrale steuernde Funktion des 2. Kraftringes, der uns direkt (wie mit einer Art Tentakel aus Energie) mit der Welt verbindet. Alle Funktionen des 2. Kraftringes sind direkt über den Willen, (Tonal und Nagual sogar ausschließlich über den Willen) zu erfahren (Darstellung oben). Er ist die eigentliche transzendente Funktion, über die wir zur einer tatsächlichen Erkenntnis der Welt kommen können. Er ist es auch, der das Unmögliche möglich macht.

„ Was ein Zauberer Wille nennt ist eine Macht in uns. Es ist weder ein Gedanke, noch ein Wunsch. Der Wille ist das, was bewirkt, daß du gewinnen kannst wenn dein Denken dir sagt, daß du besiegt bist.“ sagt Don Juan (Wohltäter von Castaneda)

Tonal

Das Tonal ist alles was wir kennen, und dies schließt nicht nur uns als Person ein, sondern alles in unserer Welt.

Das Tonal ist alles, was wir beschreiben können, alles was wir erfahren haben, es ist das Bekannte, Offenbarte.

Das Tonal ist der Organisator der Welt. Es hat die Aufgabe, das Chaos der Welt zu ordnen. Alles was wir Menschen wissen oder tun ist das Werk des Tonal. In dem Moment wo wir den ersten Atemzug tun, atmen wir auch Kraft für das Tonal ein. Das Tonal beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.

Nagual

Das Nagual ist dort wo die Kraft schwebt. Zum Zeitpunkt der Geburt sind wir nur Nagual. Das Nagual ist der Bereich für den es keine Worte, Namen und Beschreibungen gibt. Es ist am leichtesten als Kraft vorstellbar, da es an sich reine Wirkung ist. Die Wirkung des Nagual können wir umschreiben, wenn auch nicht erklären oder verstehen. Das Nagual ist das Unaussprechliche. In ihm schwimmen all die möglichen Gefühle und Wesenheiten und Ich’s (persönliche Tonals) wie Kähne im Wasser dahin, friedlich, unabänderlich, ewig. Es enthält ein unvorstellbares Wissen über alles und jedes. Das Nagual ist das Unbewußte, das nur direkt wahrgenommen werden kann. Das direkte Bindeglied zum unermeßlichen Nagual ist die Absicht, die mit den toltekischen Techniken aktiviert werden kann.